Samstag, 31. Dezember 2016

Knuspriger Flammkuchen

Die einfachsten Rezepte sind doch manchmal die besten. Heute möchte ich Euch mein Lieblings-Flammkuchenrezept vorstellen. Es ist so einfach, schnell zubereitet und trotzdem so lecker.
Die Zutaten habe ich oft auch Zuhause, so dass man auch wenn sich kurzfristig Besuch angekündigt hat, oder einen überraschend der Hunger überkommt die Zutaten zusammensucht und ihn schnell herstellen kann. 
 Knuspriger Flammkuchen

Den Backofen auf 250°C Ober- und Unterhitze vorheizen

Für den Teig:
220g Mehl (ich nehme immer Dinkelmehl, helles oder auch dunkeles)
2 EL Olivenöl
120g Wasser
1/4 TL Salz

Aus den Zutaten einen Teig kneten, den man gut ausrollen kann. Er sollte nicht zu klebrig sein.
Ggf. kann der Teig noch kühl gestellt werden. In der Zwischenzeit kann man den Belag zubereiten.



Für den Belag benötigt Ihr:
200g Zwiebeln
200g Creme Fraiche
30g Sahne oder Kondensmilch
100g Schinkenwürfel
Salz. Pfeffer und Muskat









Die Zwiebeln in Würfel schneiden oder im Mixer zerkleinern. Die anderen Zutaten dazugeben und alles gut miteinander verrühren. Mit den Gewürzen abschmecken.

Für die Optik:
1 rote Zwiebel
Schnittlauchröllchen

Den Teig auf einem Backpapier, evtl. mit Hilfe von etwas Mehl, dünn ausrollen. 
Die Belagmasse auf dem ausgerollten Boden verteilen. 
Die rote Zwiebel in dünne Ringe schneiden (ich nutze die Aufschnittmaschine) und auf dem Belag verteilen.
Dann kann der Flammkuchen in den Ofen und ca. 20 Minuten bei 250°C backen. 
Der Boden wird richtig schön knusprig und sollte daher am besten frisch aufgetischt werden. Vorher dann mit Schnittlauchröllchen bestreuen. 

Mmmmmhhm Lecker. 



Tip:
Am besten mit einem Glas Federweißem genießen (falls der gerade Saison hat, aktuell ja leider nicht :/ )

Sonntag, 25. Dezember 2016

Lovelybooks Weihnachtswichteln

Seit diesem Jahr versuche ich mich mehr oder weniger aktiv bei Lovelybooks zu beteiligen. Seien es Leserunden, Rezensionen, Forumsbeiträge, Büchertausch oder Wichtelaktionen.
Nach dem Halloween-Wichteln, habe ich mich auch zum Weihnachtswichteln angemeldet.
Nachdem ich ein Paket für einen anderen Teilnehmer zusammenstellen durfte, was mir sehr viel Freude bereitet hat, war es nun gestern so weit und ich durfte mein Wichtelpaket auspacken. 
Hier kommt mein Bericht, welchen ich für meine Wichtelmami Franziska verfasst habe:
 


Nachdem die letzten Gäste gestern weg waren habe ich mich in aller Ruhe über das Wichtelpaket hergemacht.
Von außen war es zwar wegen des Weihnachtskartons passend zum Thema verpackt, jedoch recht unspektakulär.
...nicht so der Inhalt, daran habe ich auch keine Sekunde gezweifelt.
Eine Weihnachtskarte mit einem lieben Gruß eröffnet die Geschenkeschlacht.
Du hast dir so richtig viel Mühe beim einpacken gegeben, obwohl du selbst schreibst, dass es dir nicht so liegt. Ich fand es sehr gelungen. Besonders das Geschenkpapier der beiden Zusatzbücher hat mir besonders gut gefallen. Und die kleinen Karten mit den kurzen Hinweisen und Kommentaren.
Zuerst habe die beiden Tüten aus dem Naturpapier ausgepackt. In der ersten befand sich Tee. Zwei Mini Dosen vom Kusmi Tee. Hervorragend, ich liebe die Tees von kusmi. Auch die Sorte mit Süßholz schmeckt mir, weil er schön dezent ist. Zudem hast du als Entschädigung noch einen Bio rooibos Tee eingepackt. Das wäre wirklich nicht nötig gewesen, aber trotzdem vielen vielen Dank dafür.
In der anderen Tüte war Krims Krams ;) washi tapes, Magnete und ein süßes Fuchs Radiergummi. Herrlich. Sag deinem Sohn vielen Dank für den Dino Magnet. Mein Mann ist auch Dino Fan, und kennt wahrscheinlich jede Dino Doku. Er hat auch gestrahlt, als ich ihm den gezeigt habe.
Weiter geht's mit Kuschelsocken und Creme mit Olivenöl. Die Socken sind total niedlich und richtig kuschelig weich. Heute trage ich sie schon. Die Creme habe ich auch direkt ausprobiert. Sie duftet sehr angenehm.
Die Büroklammern sind Top. Ein paar werden mit zur Arbeit ein paar in meinen Filofax wandern.
Die Hunde und die Katze durften sich auch über eine Kleinigkeit freuen. Ich habe noch Fotos gemacht, wie sie sich über den Knochen her machen.
Die Bodylotion ist ein echter Hingucker. Wahrscheinlich hätte ich selbst nicht dazu gegriffen, sie riecht sehr fruchtig. Da das irgendwie als bodylotion nicht so mein Ding ist werde ich sie morgen an meine Nichte weiterschenken. Ich denke sie kann mehr damit anfangen, und ich hoffe das ist nicht moralisch verwerflich und ich werde dafür nicht gesteinigt ;) Ich mach dir auch überhaupt keinen Vorwurf, da du das ja absolut nicht wissen konntest.
Das Highlight des Pakets sind natürlich die Bücher. Da hast du so ein tolles Händchen für die Auswahl, und soooo viele Bücher, und dann noch in einem so guten Zustand, du musst das Budget doch ganz schön überschritten haben.
Ich hänge die Bücher unten mal an. Ich hab mich riesig gefreut. Bei dem Roman, sein perfekter Mann, war ich im ersten Moment doch etwas irritiert, aber wie du schon in deinem Brief geschrieben hast, ist es ja immernoch ein Tabuthema, und war auch im ersten Moment für mich gewöhnungsbedürftig, aber ich werde dem Buch auf jeden Fall eine Chance geben und habe auch schon gesehen, dass die Bewertungen recht gut ausgefallen sind. Ich werde mich überraschen lassen. 

 Danke für die Dominosteine. Perfekt. Ich liebe Dominosteine.
Vielen lieben Dank für das tolle Paket, man hat gemerkt, dass du dir so richtig viel Mühe und Gedanken gemacht hast.
Es war so schön es auszupacken. Danke auch für den Brief, den ich zum Schluss öffnen durfte.
Das Rätsel mit den Buchstaben auf den Geschenken war nicht allzu schwer, danke für deine Hinweise und den Großbuchstaben, der hat mir sehr geholfen.
Ich hoffe dein Paket hat dir genauso viel Freude bereitet wie dein Paket für mich. Hab noch zwei schöne Weihnachtstage. Ganz liebe Grüße.

Nachricht von Samstagmittag

Heute möchte ich Euch eine kleine Liebesgeschichte für Zwischendurch vorstellen. Ich habe das E-Book im Rahmen einer Leserunde bei Lovelybooks gewonnen. Vielen Dank an Janne Hinnerksen, dass ich mitlesen durfte.

https://www.neobooks.com/ebooks/janne-hinnerksen-nachricht-von-samstagmittag-ebook-neobooks-AVePRHfUtJVf5VxhpnRt"Nachricht von Samstagmittag"   
von Janne Hinnerksen
erschienen als E-Book beim Neobooks Verlag (2016)


Claire hat sich gerade von ihrem Freund getrennt, da bekommt sie von ihrem Arbeitgeber den Auftrag einen Artikel über Online Dating zu schreiben. Was Claire bei ihren Recherchen erlebt erzählt die Autorin Janne Hinnerksen in ihrem Debüt: "Nachricht von Samstagmittag".

Es handelt sich um einen leicht zu lesenden recht kurzen Roman. In einer Freistunde/Mittagspause könnte man ihn gut verschlingen.
Der Schreibstil gefiel mir sehr und ich konnte auch in die Geschichte eintauchen. Bei der Kürze bleibt auch die Spannung immer oben. Es gibt keine längen oder langweiligen Kapitel, es passiert immer etwas.
Die Kürze des Romans ist für mich auch das einzige Manko. Die Gefühle der einzelnen Protagonisten könnten etwas ausführlicher beschrieben werden. Aus der Story hätte man etwas mehr rausholen können.
Das Thema Online Dating fand ich sehr authentisch beschrieben.

Fazit: In der Kürze liegt die Würze stimmt in diesem Fall nur bedingt. Es hätte dem Lesevergnügen keinen Abbruch getan, wenn die Autorin etwas ausführlicher auf einzelne Szenen eingegangen wäre. Vor allem gegen Ende, bei sehr einschneidenden Erlebnissen fehlt mir eine ausführlichere Beschreibung der Gefühlswelt. Nichts desto trotz wurde ich sehr gut unterhalten.

Daher bekommt es von mir auch 4 von 5 Pfoten.

Montag, 21. November 2016

Und nebenan warten die Sterne


Und nebenan warten die Sterne
Von Lori Nelson Spielman
Erschienen im FISCHER Krüger Verlag (2016) als Paperback

Zum Inhalt:
Kristen, Schwester von Annie und Tochter von Erika, kommt bei einem Zugunglück ums Leben. Mit diesem Verlust versuchen Annie und Erika umzugehen. Jeder auf seine Weise. Annie macht sich Vorwürfe. Sollte sie doch eigentlich ihre Schwester begleitet haben. Erika hat ebenfalls mit Schuldgefühlen zu kämpfen, da sie die Mädels eigentlich an jenem Morgen mit dem Auto fahren wollte. Die Arbeit ist ihr jedoch an diesem Tag wichtiger gewesen und daher ist Kristen in diesen Zug gestiegen.
Annie will den Tod von Kristen so nicht akzeptieren. Durch verschiedene Ereignisse und Hinweise kann Annie sich vorstellen, dass Kristen gar nicht in diesem Zug gesessen hat. Es muss sich um eine Verwechslung handeln. Annie macht sich auf die Suche nach ihrer Schwester.
Erika und Annie entfremden sich. Erika stürzt sich in ihre Arbeit. Kann sie sich mit Hilfe ihrer Familie wieder darauf besinnen, was wirklich zählt?

Meine Meinung:
Dies war mein erster Roman der Autorin und ich war begeistert von ihrem Schreibstil. Das Buch liest sich sehr flüssig. Die Länge der Kapitel empfand ich als sehr angenehm. Die Aufteilung in die zwei Sichtweisen (Annie und Erika) bringt mir die Protagonisten noch näher. Ich konnte mich absolut einfühlen. Annie habe ich gleich in mein Herz geschlossen und auch Erikas Verhalten konnte ich nachvollziehen.
Die Protagonisten und auch die Nebenrollen fand ich wunderbar besetzt. Besonders gefallen hat mir Erikas Schwester Kate und die kleine Olive. Ich fand es schön den Wandel von Erika und Annie mitzuerleben und ich finde auch, dass die Geschichte einen schon zum Nachdenken anregt. Man fängt an zu überlegen, was einem „nur“ wichtig ist, und was wirklich zählt.
Ein tolles Highlight finde ich auch die vielen Sprüche und Lebensweisheiten, die in die Story mit eingebettet sind. Jeder Spruch der auch im Cover des Buches zu finden ist hat seine eigene kleine Geschichte und Bedeutung für die Protagonisten. Tolle Idee und Umsetzung.
Das Cover finde ich persönlich von der Farbzusammenstellung nicht so harmonisch, was aber sicherlich Geschmacksache ist. Gut finde ich aber den Wiedererkennungswert der Bücher der Autorin. Wobei man so auch den Eindruck erwecken könnte, dass es sich um eine Reihe handelt.
Für mich ist der Inhalt des Buches auf jeden Fall die vollen fünf Pfoten wert. Denn der Inhalt ist ja schließlich das was wirklich zählt ;)


Freitag, 21. Oktober 2016

Hool

http://www.aufbau-verlag.de/index.php/hool.html
Von Philipp Winkler
Erschienen im Aufbau Verlag (2016 als gebundene Ausgabe)

Heiko Kolbe ist Mensch, Sohn, Bruder, Freund, Mieter, Ex-Freund, Onkel, Neffe, Hooligan.
In Hool lernt man Heiko in all diesen Rollen kennen. Zu Beginn lernt man ihn erst einmal in seiner Paraderolle als Hooligan kennen. Man trifft auf Hooligans aus Köln, die bei dem Aufeinandertreffen eine ordentliche Abreibung bekommen. Man ist direkt mitten im Geschehen. Sebastian Winkler scheut sich nicht die Gewaltszenen detailliert zu beschreiben. Doch Heiko ist mehr als der brutale, skrupellose Schläger. Er ist auch der Sohn, der seinen Vater sucht, als er aus der Reha Klinik verschwindet. Er ist der Bruder, der seine Schwester unterstützt, er ist der Freund, der jeden Tag am Krankenbett seines besten Freundes sitzt. Er ist der Mieter, der sich liebevoll um die Tiere des Vermieters kümmert. All diese Seiten beschreibt Philipp Winkler in seinem Debüt.

Der Schreibstil ist angenehm ungewöhnlich. Rau, ehrlich, teils mit Dialekt und wirkt unglaublich authentisch. Die Unterteilung in verschiedene Abschnitte ist gekennzeichnet durch eine zum Cover passende Vignette, was ich persönlich auch optisch ansprechend finde.
Mir hat die Geschichte von Heiko deshalb so gut gefallen, weil es einfach absolut glaubwürdig erzählt ist. Man erfährt in einzelnen Rückblicken immer mehr vom Protagonisten und seinem Umfeld. Diese Rückblicke sind leider aber auch ein Grund, warum Hool von mir nicht die volle Punktzahl erhält. Denn ich wurde bei den Rückblicken immer kurz aus der Geschichte rausgerissen, musste mich orientieren, wo bin ich gerade, wie alt ist Heiko wohl gerade und worum geht es eigentlich jetzt? Schnell war man aber wieder drin und saugt jedes Detail aus seiner Vergangenheit auf, um zu erkennen, warum Heiko zu dem geworden ist, was er ist, wer er ist. Ein weiterer Punkt, der mich persönlich stört ist das offene Ende. Gerne hätte ich erfahren, wofür Heiko sich entscheidet, was er für sich und seine Zukunft geplant hat. In welche Richtung es für ihn geht. Die Schlussszene am Haus von Arnim war schon genial und es wird wohl auch gewollt sein, dass man sich selbst das Ende zusammenreimt, aber ich möchte wissen, wie es mit Heiko weitergeht.

Hool bekommt von mir verdiente 4 Pfoten und eine absolute Leseempfehlung an Euch da draußen. Lasst euch auf das außergewöhnliche Thema und die ganz besondere Sprache des Autors ein, vergesst, dass Ihr Euch vielleicht gar nicht für Fußball interessiert, denn dies ist hier absolut nicht von Bedeutung. Die Geschichte von Heiko und seinen Hools hat auch mich trotzdem oder gerade deswegen durch und durch überzeugt.


Ich möchte mich auch noch ausdrücklich beim Aufbau Verlag bedanken, die das Buch bei lovelybooks verlost haben und mir dir Möglichkeit gegeben haben Heiko Kolbe und seine Hools kennenzulernen.

Mittwoch, 19. Oktober 2016

Flawed

"Flawed – Wie perfekt willst du sein"
Von Cecilia Ahern
Erschienen bei Fischer FJB (2016 als Hardcover)
http://www.fischerverlage.de/buch/flawed-wie_perfekt_willst_du_sein/9783841422354
Celestine versucht auf ihrem Weg zur Schule einem alten, kranken Mann zu einem Sitzplatz zu verschaffen. Für uns klingt das ganz normal und es ist selbstverständlich hilfsbereit zu sein. Für Celestine wird dieser Akt der Hilfsbereitschaft jedoch schwerwiegende Folgen haben. Denn Celestine lebt in Highland, und der Mann dem sie helfen will, ist ein „Fehlerhafter“. Wer einem Fehlerhaften hilft, macht sich selbst jedoch strafbar.

Cecilia Ahern hat sich mit dem Zweiteiler Flawed auf unbekanntes Terrain begeben, und es meiner Meinung nach hervorragend gemeistert. Die Geschichte von Celestine hat mich von der ersten Zeile an gepackt. Am liebsten hätte ich das Buch in einem Rutsch durchgelesen, was nur meine gering bemessene Zeit verhindert hat. Die Autorin schreibt einen leichten und flüssig zu lesenden ersten Band einer zweiteiligen Jugendbuchdystopie.


Das Cover ist für mich schon ein wenig ein Eyecatcher, die Farben gefallen mir persönlich sehr gut und das Mädchen und der Feuerring spielen auf den Inhalt an, was ich schön umgesetzt finde.


Celestine ist einem zu Beginn vielleicht nicht direkt sympathisch, aber man taucht ein in die abstruse Welt in der sie lebt. Die Geschehnisse, die beschrieben wurden spielten sich vor meinem inneren Auge wieder. Spätestens, als sie dem alten Mann im Bus zur Hilfe eilt, hat Celestine mich überzeugt. Die Nebenrollen in diesem ersten Band gefielen mir fast noch besser. Leider erfährt man nur immer einige kleine Häppchen, aber ich hoffe, im zweiten Band wird man Celestines Schwester Juniper, ihren Großvater und den noch recht geheimnisvollen Carrick näher kennenlernen.


Ich habe lange keine Dystopie gelesen und fand das Thema hervorragend. Diese Welt, die von den „Fehlerhaften“ befreit werden soll. Die Angst, die die Zweifler davon abhält etwas gegen das System zu unternehmen erscheint einem unvorstellbar, ist aber absolut nachvollziehbar. Celestines Handeln bringt die Gesellschaft dazu nachzudenken und zu hinterfragen, so wie Celestine es zu Beginn der Geschichte auch getan hat. Celestine wird zu einem wichtigen Aushängeschild für andere Personen und Gruppierungen. Celestine gerät in etwas hinein, was ihr überhaupt nicht behagt und auch nicht ihr Bestreben ist. Es wird gefährlich und man kann Freund und Feind nicht mehr unterscheiden.


Der zweite Band erscheint bereits im November 2016 und wird von mir schon sehnsüchtig erwartet. 

Montag, 17. Oktober 2016

Alles was du suchst

http://www.fischerverlage.de/buch/alles_was_du_suchst/9783596036288

von Marie Force
erschienen 2016 im Fischer Taschenbuch Verlag


Der Inhaber des "Green Mountain Country Store", Lincoln Abbott, möchte eine Internetpräsenz für seinen Laden in Auftrag geben. Überzeugt werden muss jedoch noch der Rest der Großfamilie Abbott, damit die New Yorkerin Cameron den Auftrag für ihre Firma an Land ziehen kann. Auf dem Weg nach Butler/ Vermont stößt Cameron mit dem Stadt-Elch Fred zusammen. Wie das Schicksal so will kommt ihr Will Abbott zur Hilfe und rettet sie aus der misslichen Lage. Will scheint jedoch auf den ersten Blick ein unfreundlicher Griesgram zu sein, der aber leider hinreißend aussieht. In den kommenden 16 Tagen muss sie für die Erstellung eines Konzeptes möglichst viel über den Laden und die Großfamilie in Erfahrung bringen. Sie lernt die zauberhaften Abbotts, das Landleben und Will besser kennen und lieben. Nach diesen sechzehn Tagen muss sie jedoch wieder zurück nach New York, zu ihren Freunden, ihrem Vater und ihrem Job - ihrem Leben.

"Wenn du jemand findest, der dir das Gefühl vermittelt, etwas besonderes zu sein, dann solltest du diesen Jemand wie einen Schatz hüten. Alle Hindernisse sind nichts weiter ... als Hindernisse."  

Dieser Satz gibt den Inhalt des Buches sehr gut wieder. Die Liebesgeschichte von Cameron und Will ist eingebettet in eine zauberhafte Familiengeschichte und die atemberaubende Landschaft Vermonts.

Der Country Store ist sehr liebevoll dargestellt worden und man möchte am liebsten selbst mal ein wenig im Laden stöbern gehen. Der Schreibstil war sehr angenehm, ich flog förmlich durch die Seiten. Der Perspektivwechsel machte das Buch für mich noch interessanter und hat einen gelungenen Einblick in die Gedanken- und Gefühlswelt der beiden Protagonisten ermöglicht. Für einen Liebesroman fand ich die erotischen Szenen sehr detailliert beschrieben, es blieb aber immer geschmackvoll und ansprechend. Eine allzu derbe Sprache ist da auch nicht so meins, aber dies war hier überhaupt nicht der Fall.

Die Protagonisten und auch die Nebencharaktere sind meiner Meinung nach gut ausgearbeitet und geben reichlich "Futter" für die Folgebände. Jedes Familienmitglied der Abbotts könnte ich mir in einem einzelnen Roman vorstellen. Vorwegnehmen kann ich schon, Hannah wird die nächste, im zweiten Teil der Serie wird sie die Protagonistin sein.
Aber zurück zu Cameron und Will. Beide merken von Beginn an, das Kribbeln und fühlen sich vom anderen angezogen. Beide wissen aber auch, dass eine Beziehung so gut wie keine Zukunft hat. Ich fand es schön zu lesen, wie beide mit der Situation umgehen, wie sie sich trotzdem aufeinander einlassen und die Finger nicht voneinander lassen können. Können sie die Hindernisse überwinden?

Die Kulisse war wie für mich gemacht. Der oft kritisierte Kitsch hat mich persönlich in diesem Roman überhaupt nicht gestört. Ich fand alles sehr stimmig und konnte mich mit diesem Werk und dem ländlichen Flair absolut identifizieren. Ich konnte mich nach Vermont träumen, sehe mich schon mit den Hunden in den Wäldern spazieren. Absolut meine Welt.

Die gelungene Gestaltung des Buches beginnt mit dem schönen Coverfoto. Ein Liebespaar bei dem man meinen könnte es wären unsere Protagonisten. Im Hintergrund ein kleines Städtchen umrahmt von baumbewachsenen Bergen im herbstlichen Design. Die Randverzierung im Bereich des Himmels gibt den ländlichen Charme des Buches wieder. Im Buch selbst gibt es noch einige Schmankerl. Die Kapitel starten jeweils mit einem zauberhaften und immer passenden Zitat des Abbott Großvaters Elmer Stillman. Herrlich. Ebenfalls bezaubernd sind die "Blätter"-Vignetten, die vereinzelte Abschnitte voneinander trennen. Sehr stimmig.

Das Buch empfehle ich allen, die gerne Liebesromane lesen, denen auch ein wenig Kitsch nichts ausmacht. Die idyllische Landschaft und die Naturverbundenheit haben mich jetzt schon zu einem Fan der "Green Mountain"- Serie gemacht. 
Daher vergebe ich auch 5 von 5 möglichen Pfoten.

 

Die "Lost in Love – Die Green-Mountain-Serie"
Band 1: Alles, was du suchst
Band 2: Kein Tag ohne dich
Band 3: Mein Herz gehört dir
Band 4: Schenk mir deine Träume
Band 5: Sehnsucht nach dir

Mittwoch, 28. September 2016

Those Girls

Those Girls
http://www.fischerverlage.de/buch/those_girls_was_dich_nicht_toetet/9783596034703
von Chevy Stevens
erschienen im Fischer Taschenbuch Verlag (2016)

Zum Inhalt:
Die drei Schwestern Dani, Courtney und Jess sind zwischen 14 und 17 Jahre alt und leben mit ihrem Vater auf einer Farm in Kanada.
Ihr gewalttätiger Vater kommt nach einer längeren Abwesenheit nach Hause und ein Streit eskaliert.
Die Mädchen fliehen mit einem Pick up, bleiben jeodch kurze Zeit später auf einer Landstraße liegen. Die zwei Jungs Gavin und Brian kommen mit ihrem Wagen vorbei und bieten ihre Hilfe an.
Dani, Courtney und Jess kommen vom Regen in die Traufe, denn die Jungs haben ihre ganz eigenen Pläne und nicht nur Gutes im Sinn.

Meine Meinung:
Vorweg, das Buch ist aufgeteilt in zwei Abschnitte. Der erste spielt im Jahr 1997 und hat mich komplett gefesselt. Die Erlebnisse von Jess, Dani und Courtney sind sehr anschaulich beschrieben. Man hat das Gefühl mittendrin zu sein und fühlt mit den Mädchen mit. Hautnah elebt man die grauenvollen Geschehnisse.
Dieser erste Teil hätte von mir 5 Pfoten verdient.
Ab Seite 200 wechselt der Schauplatz jedoch ins Jahr 2015.
18 Jahre später erlebt Skylar ein ähnliches Schicksal. Ich möchte hier nicht spoilern und gehe daher nicht weiter darauf ein.
Ich kann aber sagen, dass mir der zweite Teil des Buches leider nicht mehr so gut gefallen hat. Vieles war vorhersehbar und es wirkt alles etwas zu konstruiert, wie eine Wiederholung des ersten Abschnitts.
Die Spannung bleibt jedoch weitestgehend erhalten, auch der Schreibstil der Autorin hat mir gut gefallen. Die Abgründe der menschlichen Psyche faszinieren mich bei einem guten Thriller immer wieder.

Das Buch hat mich im ersten Teil absolut eingenommen aber leider hat dies im zweiten Abschnitt etwas abgeflaut. Insgesamt erhält das Buch dennoch von mir 4 Pfoten.

Sonntag, 25. September 2016

Wonderland

"Wonderland" von Christina Stein
erschienen im Fischer Kinder - und Jugendtaschenbuch Verlag


Ein Urlaub im paradisischen Thailand mit ihren Freundinnen, das ist es, was Lizzy trotz ihrer Herzerkrankung erleben möchte.
Was dann passiert ist unfassbar und der absolute Alptraum. Lizzy findet sich gemeinsam mit ihren Freundinnen und drei Jungs, die sie auf ihrer Reise kennengelernt hat in einem umzäunten und gut bewachten Gelände wieder.
Das Motto dieses "Spiels" lautet: "Ein Opfer macht frei".
Jeden zweiten Tag muss einer von Ihnen geopfert werden. Was passiert mit den geopferten? Was ist, wenn sie sich nicht für einen entscheiden?
Keiner der jungen Erwachsenen hat eine Ahnung, wer hinter diesem Spiel stecken könnte. Es scheint jedoch mit Jacob in irgendeiner Weise zusammen zu hängen, da auch seine Schwester verschwunden ist lockte er die anderen in eine Falle. Nun sitzt er jedoch ebenfalls mit Ihnen in diesem "Gefängnis".

Mir gefällt das Cover ziemlich gut. Es war für mich nicht unbedingt ein Eyecatcher und im Laden hätte ich es vielleicht auch links liegen lassen. Nachdem ich das Buch nun gelesen habe passt es aber wie die Faust aufs Auge zu dem Buch. Der Inhalt spiegelt sich sehr stark im Cover wider, ich persönlich finde das gut.
Dem Schreibstil von Christina Stein konnte ich mich gut anpassen. Die Geschichte ist aus Sicht von Liz und Jacob im Wechsel erzählt worden. Da es zu Anfang des Kapitels nicht angegeben ist, muss man manchmal kurz überlegen, wer gerade erzählt, das war zu Anfang etwas gewöhnungsbedürftig und der Name am Anfang des Kapitels hätte dem Lesefluss gedient.
Etwas verwirrend waren zu Beginn auch die vielen Namen, zu denen zusätzlich noch Spitznamen hinzukamen.
Der Spannung hat es jedoch keinen Abbruch getan. Das ganze Buch war durchweg spannend.
Die Kapitel waren zu Beginn für meinen persönlichen Geschmack etwas lang. Zum Ende hin wechselte der Blickwinkel häufiger und daher waren die Kapitel auch etwas kürzer. Das empfand ich als angenehmer. Auch der häufgere Wechsel des Erzählers wirkte sich auf meinen Lesefluss und die Spannung positiv aus.
Das Thema des Buches fand ich sehr ansprechend. Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie sich Erlebnisse auf die menschliche Psyche auswirken und ich glaube, dass es da draussen einige psychisch Kranke mit genügend finanziellen Mitteln gibt, so dass eine solche Geschichte für mich auch nicht an den Haaren herbeigezogen wirkt.

Das Buch erhält von mir vier Pfoten, absolut empfehlenswerter Jugendthriller, mit kleinen Abzügen in der B-Note. 



Sonntag, 11. September 2016

Liebster Award


Véro, Christine und Bonny von "Nur ein Buch" haben mich für den Liebster Award nominiert. Natürlich als Blog Neuling für mich eine Chance, dass die Leser etwas mehr über mich erfahren und auch weitere Kontakte zu knüpfen, auch wenn ich eigentlich kein Fan von solchen "Ketten(-brief)-Aktionen" bin.

Daher nun hier meine Antworten:


Welcher Beitrag auf eurem Blog war besonders zeitintensiv und lag euch damit ganz besonders am Herzen?
Am schlimmsten war es mich für ein Design zu entscheiden und erst einmal dabei zu bleiben, anfangs habe ich da doch so einiges ausprobiert und verändert. Jetzt bin ich aber ganz zufrieden und es darf vorerst so bleiben.

Welchen Film könntest du immer wieder sehen? Hast du einen Lieblingsfilm? Gibt es eine Buchverfilmung auf die du dich freust? 
Ich mag die Verfilmungen von Harry Potter und Herr der Ringe. Wobei mir anfangs bei Herr der Ringe irgendwie zu viel aus dem Buch fehlte. Mittlerweile finde ich ihn trotzdem gut. Genauso wie den Hobbit.

Welches ist deine Lieblingsblume? 
Die Gerbera als Schnittblume. Am liebsten sind mir aber Wild-und Wiesenblumen.

Lachen oder Weinen? 
Ich bin begeistert, wenn ein Buch oder ein Film es schafft mich zum lachen und zum weinen zu bringen.

Hast du schon einmal über das Universum nachgedacht und dann gemerkt, wie merkwürdig es ist auf einem Planeten zu leben? 
Nein.

Bist du kreativ? 
Ja, deshalb finde ich es toll, diese auch bei meinem Blog ausleben zu können.

Welches Buch konnte dich in diesem Jahr besonders begeistern? 
„Wenn Schmetterlinge Loopings fliegen“ von Petra Hülsmann, erschienen zwar schon letztes Jahr, aber ich habe es erst in diesem gelesen.

Wenn dir das Leben eine Zitrone schenkt, was würdest du damit machen?
Eistee 

Nenne uns ein Lieblingszitat! 
Ein Lieblingszitat habe ich gar nicht. Ich lebe einfach nach dem Motto „Carpe diem- Nutze den Tag“.

Hast du schon einmal einen Pokal oder ähnliches gewonnen? 
Nein, nicht dass ich wüsste ;) Nur mal eine Schleife beim Reitturnier. 

Rucksack oder Handtasche?
Beim Wandern natürlich der Rucksack, sonst die Handtasche, am besten groß genug, damit ein Buch rein passt.


Zu dieser Aktion gehört aber auch, dass ich neue Blogs / Blogger nominiere und mir für die Nominierten ebenfalls 11 Fragen ausdenke.

Hier meine Nominierten:

Die Fragen an Euch:
  1. Welche Lektüre aus der Schulzeit würdest Du weiterempfehlen?
  2. Gibt es eine Buchverfilmung die Du Dir lieber nicht angeschaut hättest?
  3. Welche Buchverfilmung fandest Du ganz besonders gelungen?
  4. Machst Du Dir bezüglich Deines Blogs oft Notizen?
  5. Welche Arten von Blogs besucht Du noch gerne abgesehen von Buch-Blogs?
  6. Hast Du noch andere Hobbies, in denen Du deine Kreativität ausleben kannst?
  7. Hund oder Katze?
  8. Süßes oder Saures?
  9. Würdest Du uns Dein Lieblingsrezept verraten?
  10. Liest Du lieber Taschenbücher oder Hardcover? Warum?
  11. Welches Buch hast Du nicht zuende gelesen?
Die Regeln:
  • Danke der Person, die dich für den Liebster Award nominiert hat und verlinke ihren Blog in deinem Artikel.
  • Beantworte die 11 Fragen, die dir der Blogger, der dich nominiert hat, stellt.
  • Nominiere 5 bis 11 weitere Blogger für den Liebster Award.
  • Stelle eine neue Liste mit 11 Fragen für deine nominierten Blogger zusammen.
  • Schreibe diese Regeln in deinen Liebster Award Blog-Artikel.
  • Informiere deine nominierten Blogger über den Blog-Artikel.

Samstag, 10. September 2016

Am Ende aller Zeiten


http://www.fischerverlage.de/buch/am_ende_aller_zeiten/9783596037049

„Am Ende aller Zeiten“
von Adiran J. Walker
erschienen bei Fischer TOR (2016)

Edgar Hill lebt gemeinsam mit seiner Frau Beth und den beiden Kleinkindern Arthur und Alice in einem Vorort von Edinburgh als Asteroideneinschläge die Britischen Inseln verwüsten. Ed kann sich und seine Familie rechtzeitig in Sicherheit bringen und überlebt die Katastrophe knapp. Nach einer Rettungsaktion wird Ed von seiner Familie getrennt. Eine kleine Gruppe bleibt zurück. Ed, Bryce, Harvey, Richard und Grimes müssen 500 Meilen hinter sich bringen um an die Küste Cornwalls zu gelangen. Da funktionstüchtige Fahrzeuge und intakte Straßen rar sind bleibt ihnen nur eines. Laufen, laufen, laufen.
Die Hauptperson dieses Buches ist Ed. Er ist das, was man nicht unbedingt den perfekten Familienvater nennt. Familienausflüge sind eher eine Last, um keinen Sport zu treiben, gibt es immer eine Ausrede, lieber sitzt er mit seinem Feierabendbier vor dem Fernseher. Im Laufe der Geschichte wird Ed jedoch bewusst, dass er nicht so sein muss und wie er wirklich sein möchte.
Damit wären wir auch schon bei der Handlung. Es geht darum, dass Ed auf seinem Weg zu seiner Familie durch das Laufen lernt, wer er wirklich ist. Er bekommt den Kopf frei und ihm wird klar, dass er nicht immer alles richtig gemacht hat.

Meine Meinung:
Klappentext, Trailer und Cover haben mich neugierig gemacht und ich habe mich an das unbekannte Genre eines Postapokalyptischen Thrillers gewagt. Was mich nun, nachdem ich das Buch gelesen habe etwas stört, ist die für mich nicht gelungene Übersetzung des Buchtitels. Im Englischen Original heißt es „The End of the World Running Club“. Und das trifft es auch ganz genau.
Ich habe sehr gut in das Buch rein gefunden und fand den Schreibstil angenehm und die zum Teil unverblümte Sprache hat mir super gefallen. Leider ließ das im weiteren Verlauf etwas nach. Viele Rückblicke und Gedanken der Protagonisten geben einen Einblick in deren bisheriges Leben, rissen mich aber immer wieder aus der Geschichte. Zum Teil wurde es schon ziemlich philosophisch, was für mich persönlich etwas zu tiefgründig war. Zumindest für meine Vorstellung eines Postapokalyptischen Romans.
Neben Ed als Hauptperson gab es noch weitere Protagonisten. Die Mischung fand ich sehr gelungen, jedoch ist mir leider niemand so richtig ans Herz gewachsen. Die Begegnungen der Gruppe mit anderen Überlebenden fand ich aber durchweg gelungen, auch dort waren sehr interessante Persönlichkeiten dabei.
Der Inhalt des Buches war ansprechend, wenn man vom englischen Titel ausgeht. Das war bei mir nicht der Fall. Daher fehlte mir leider zu viel apokalyptisches und es ging mir persönlich zu sehr um das Laufen und die Selbstfindung des Protagonisten.
Zu Beginn des Buches war ich absolut begeistert und überzeugt. Auch der Schluss hat mir wieder gut gefallen, da ich es ziemlich authentisch fand. Leider war es mir in der Mitte bis auf einige Begegnungen mit anderen Überlebenden zu sehr auf das Laufen und die Selbstfindung fokussiert und hat sich daher unnötig in die Länge gezogen.
Wer mit anderen Erwartungen als ich an das Lesen dieses Buches ran geht, wer sich vielleicht auch für das Laufen und dessen Wirkung auf den Menschen interessiert, für Denjenigen könnte dies ein sehr interessantes Buch sein.  Von mir für alle anderen leider auch wegen falscher Erwartungen, fehlender Identifikation mit den Protagonisten und Längen im Mittelteil nur eine bedingte Weiterempfehlung.

Montag, 29. August 2016

Der Sommer in dem es zu schneien begann

Fesselnde Mischung aus Familiendrama und Liebesgeschichte.

Die Geschichte von Eva und Jackson ist einfach unglaublich. Sie lernen sich in einem Flugzeug kennen und lieben. Ein Jahr später sind sie verheiratet. Ein weiteres Jahr später stirbt Jackson bei einem Angelunfall. Seine Leiche wurde nicht gefunden. Um das Erlebte zu verarbeiten macht sich Eva auf nach Tasmanien, wo Jacksons Familie lebt. Seine Familie benimmt sich merkwürdig. Es kommen immer mehr Tatsachen über Jackson ans Licht, die Evas Bild von Jackson trüben. Kann das wirklich wahr sein? Hat sie sich so in ihm getäuscht?

Lucy Clarke hat die Gefühle von Eva und den anderen Charakteren so genau beschrieben, dass ich jederzeit mitfühlen konnte. 
Auch die Landschaftsbeschreibungen waren so lebendig, dass ich am liebsten in das Buch reingesprungen und mit Eva gemeinsam die Zeit auf der Insel verbracht hätte. 
Den einen Stern Abzug bekommt das Buch jedoch für die Story. Für mich war es irgendwie einfach zu viel Drama. Zwischendurch habe ich auch mal gedacht, "nee, das doch nicht auch noch". Das Leben schreibt zwar meist die spannendsten Geschichten, aber insgesamt kam mir hier etwas zu viel zusammen.

Zuerst wollte ich aus Zeitgründen gar keine Rezension schreiben. Aber irgendwie tat es mir leid um dieses Buch, da es mich doch ziemlich gepackt hat. Ich war nie gelangweilt, konnte es in einem Rutsch durchlesen ohne es als unangenehm lang zu empfinden. Ich mochte den Schreibstil und die Protagonisten. Es war eine fesselnde und emotionale Liebesgeschichte mit Familiendrama und tollen Landschaftsbeschreibungen. 
Wer gerne Bücher liest, die in der Ferne spielen ist hier gut aufgehoben.

Sonntag, 28. August 2016

Pflaumentarte mit Streuseln




Heute möchte ich Euch mal wieder ein neues Rezept vorstellen. 
Derzeit bin ich verrückt nach Tartes, Quiches, usw.. Bei meiner Suche nach einer Tarte mit Pflaumen bin ich auf den Blog Experimente aus meiner Küche gestoßen. 
Die Zwetschgentarte mit Zimtsreuseln hörte sich einfach zu verlockend an, um nicht gebacken zu werden.

Daher möchte ich Euch diese Rezept nicht vorenthalten:

Teig:
150g Dinkelmehl
1 Pck. Sahnepuddingpulver 
(hatte ich nicht, daher habe ich Bourbon-Vanillepuddingpulver genommen)
120g Butter
60g Zucker (habe ich ersetzt durch Xucker)
1 E
1 Msp. Backpulver

Belag:
500 - 600g Pflaumen oder Zwetschgen

Zimtstreusel:
100g Dinkelmehl
75g weiche Butter
50g Zucker (ebenfalls ersetzt durch Xucker)
etwas Vanillemark oder echte Vanille aus der Tüte oder Mühle
1 TL Zimt

Zubereitung

Den Backofen auf 180° (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Die Zutaten für den Teig verkneten und passend zur Form auf Backpapier ausrollen. 
Teig samt Backpapier in die Tarteform oder Springform legen, einen kleinen Rand stehen lassen und in die Form in den Kühlschrank stellen. 
Nun die Zwetschgen oder Pflaumen waschen, entkernen und vierteln. 
Für die Zimtstreusel alle Zutaten verkneten. 
Die Form aus dem Kühlschrank holen und mit den Zwetschgen belegen. 
Die Streusel darauf verteilen und auf mittlerer Schiene ca. 35 - 40 Minuten backen. 



Donnerstag, 25. August 2016

Provinzpudel

Cover von Cassandra Krammer
"Provinzpudel- Liebe auf vier Pfoten"
von Kirsten Brox 
erschienen und gelesen als E-Book (2016)

Inhalt:
Carolin Lindner ist Karrierefrau durch und durch. Sie steht kurz vor dem Einzug in den Landtag als der geerbte Pudel-Rüde Pablo ihr Leben gehörig auf den Kopf stellt.

Caro lebt eigentlich nur für ihre Karriere. Die Beziehung mit Phillip läuft so nebenher, eher als eine Art Zweck-Gemeinschaft. Der Job läuft gut, ihre Zahlen für den Einzug in den Landtag sehen gut aus, bis sie den Pudel der kürzlich verstorbenen Tante erbt. Sie will Pablo zunächst gar nicht aufnehmen, kennt sich mit Hunden nicht aus und in der Wohnung darf sie keinen halten und mit dem Job, das kann nicht funktionieren. Ihre beste Freundin und PR Beraterin Sira rät ihr dazu ihn erst einmal aufzunehmen um die Wähler für sich zu gewinnen. Jetzt läuft allerdings gar nichts mehr nach Plan. Pablo bringt ihren Alltag, also vor allem den Job tierisch durcheinander. Caro muss von ihrem sonst so gut geplantem und geordnetem Leben abweichen.

Meine Meinung:
Durch den flüssigen, flotten und humorvollen Schreibstil kam ich gut in die Geschichte rein. Die Protagonistin Caro war mir anfangs doch eher unsympathisch. So richtig gut machen konnte sie es leider bis zum Ende hin bei mir nicht, obwohl sie eine unglaubliche Entwicklung durchmacht und viel angenehmer rüberkommt. 
Die Personen in den Nebenrollen gefallen mir deutlich besser. Tobias ist ein netter, naturverbundener Typ und Sira eine beste Freundin, die immer für Caro da ist, auch wenn diese nicht immer einfach ist.
Die eigentliche Hauptrolle hat natürlich Pablo. Er ist ein toller Hund, der Caro genau das gibt, was sie in diesem Moment ihres Lebens braucht.
Die Beschreibung der Handlungsorte hat mir sehr gut gefallen. Die Mischung aus Beruf und Privatleben, Stadt- und Landleben fand ich optimal.
Etwas zu kurz gekommen ist mir die Liebesgeschichte, sie wird thematisch schon angerissen, geht mir jedoch nicht tief genug. Im Vordergrund steht der Wandel von Caro und wie ihr Hund sie auf diesem Weg begleitet und unterstützt.

Fazit:
Eine leichte, humorvolle und kurzweilige Unterhaltungslektüre. Sehr zu empfehlen für Hundefreunde, und solche, die es noch werden wollen. 

Sonntag, 21. August 2016

Wunschbuchwichteln

Seit einiger Zeit bin ich Mitglied einer Büchertausch-Gruppe bei Facebook. So einige Tauschabwicklungen sind schon zustande gekommen. Ich finde die Idee wirklich klasse. Das schöne sind aber auch verschiedene Aktionen, die innerhalb der Gruppe angeboten und organisiert werden. So auch das Wunschbuchwichteln, bei dem ich zum ersten mal mitgemacht habe. Jeder Teilnehmer bekommt ein Wichtelkind zugelost, dem es anhand eines Wunschzettels ein Päckchen zusammenstellen kann. Das Einpacken für mein Wichtelkind, aber auch das Auspacken meines Wichtelpakets hat mir sehr viel Freude bereitet. 

Juhu, es ist Sonntag. Der Tag an dem wir unsere Wichtelpakete auspacken dürfen. Von außen war mein Päckchen recht unscheinbar. Aber die Freude beim Öffnen stieg stetig.
Schon beim ersten Aufklappen des Kartons kamen mir direkt ein paar Proben von Pflegeprodukten entgegen. Die kann man ja immer gebrauchen ;)
Weiter geht's, es duftet schon so fruchtig. Unmengen von Früchtetee kommen als nächstes zum Vorschein. Da ich im Sommer gerne Eistee daraus zubereite kommen die gerade richtig.
Badezusätze und eine gut duftende Seife ziehe ich als nächstes aus dem Karton. Sowie einige Karten, zum Teil mit Autogrammen und Widmung. Eine Karte mit einem persönlichen Gruß der Wichtelmama Annika durfte natürlich auch nicht fehlen.
Ein Lesezeichen und ein Haftnotizblock erfreuen ebenso mein Herz. Tolle Auswahl.
Dann komme ich zum Highlight. Die Bücher sind noch einmal in Geschenkpapier eingepackt. Das steigert die Spannung.
Zuerst packe ich das Buch "Liebe verletzt" von Rebecca Donovan aus. Der erste Teil einer Trilogie. Überwiegend gute Bewertungen und die überaus ansprechende Covergestaltung machen mich neugierig auf das Buch. 

Das Zweite Geschenk enthält das Buch "Solange am Himmel die Sterne stehen" von Kristin Harmel. Ebenfalls ein Buch von meiner Wunschliste, welches mich auch optisch und von der Inhaltsangabe sehr anspricht. Ich freue mich, es bald lesen zu können. 

Vielen Dank liebe Wichtelmama Annika. Ich habe mich sehr über mein Päckchen gefreut. Man hat gemerkt, dass Du Dir Gedanken und viel Mühe beim aussuchen und einpacken gemacht hast. Ich freue mich auf weitere Wichtelaktionen.




Freitag, 19. August 2016

Als wir uns sahen

„Als wir uns sahen“ von Gloria Träger
Erschienen im Juneberry Verlag (2016)
http://juneberry.de/programm/gloria-traeger/

In dem Roman geht es um die „perfekte“ Liebe.
Carly und Gerrit sind glücklich, seit sie sich das erste Mal sahen.
Ihre Liebesgeschichte ist absolut traumhaft. Sie ist voller Liebe, sie ergänzen sich, bringen gegenseitiges Verständnis auf und sind einfach füreinander geschaffen.  Sie heiraten und gehen auch beruflich den Weg, den sie sich gewünscht haben. Eigentlich ist alles perfekt, bis Carly einen Fehler begeht. Die Beziehung wird auf eine harte Probe gestellt. Carly und Gerrit versuchen ihre Ehe zu retten.
Schaffen sie es oder wird der Fehler für immer zwischen Ihnen stehen und die Ehe zerstören?

"Wenn man die Liebe seines Lebens trifft, dann sollte man sie festhalten und nicht mehr loslassen, egal, wie jung man noch ist. Die Liebe steht einem im Leben nicht im Weg, sondern sie begleitet einen vielmehr."

Das Buch und die Geschichte der beiden hat mich von Beginn an eingenommen. Der Schreibstil hat mir gut gefallen, es hab überhaupt keine Stolpersteine, keine Längen oder langweilige Momente. Eine Geschichte, die mich berührt hat. Den Fehler, den Carly begeht finde ich persönlich auch erst einmal unverzeihlich und ich finde es bewegend zu lesen, wie die Beiden damit umgehen. Man fragt sich, wie man selbst in einer solchen Situation reagieren würde und man möchte sich nicht ausmalen, sollte einem tatsächlich so etwas erfahren.
Die Geschichte hat mich berührt und werde ich so schnell nicht wieder vergessen. Eine Erfahrung  die dir auch dein Nachbar erzählen könnte, absolut nah am Leben.
Empfehlenswert für alle die gerne authentische Liebesgeschichten lesen. 

Donnerstag, 11. August 2016

Zucchini-Kiwi-Apfel Marmelade

Gerne möchte ich Euch heute eine außergwöhnliche, aber sehr leckere Marmelade vorstellen.
Wenn Ihr auch gerne Marmelade esst, und auch ein wenig experimentirfreudig seid, könnte Euch diese Variante gefallen.
Gefunden habe ich das Rezept auf der Rezeptwelt, dem Portal von Vorwerk mit einer großen Sammlung von Rezepten für den Thermomix.
Natürlich kann man diese Marmelade auch im Topf zubereiten.

Das braucht Ihr:

700g Zucchini
100g reife Kiwi
200g Äpfel
500g Gelierzucker 2:1 (ich habe verwendet 330g Gelierxucker)

 Einen mittelgroßen, im besten Falle hohen Topf und einen Pürierstab, oder den Thermomix.


Los geht`s, die Zubereitung:

Die Zucchini und die Äpfel in kleine Stücke schneiden (die Schale kann dran bleiben). Die Kiwi schälen und ebenfalls in kleine Stücke schneiden. Wer mag, kann sie vorab in der Küchenmaschine zerkleinern, dann dauert der Garprozess nicht so lange.

Dann gibt man alle Zutaten in den Topf oder Thermomix und lässt die Marmelade aufkochen. Man kann nach belieben die Stücke noch kleiner pürieren.
Wer auf Nummer Sicher gehen möchte kann eine Garprobe machen.
So richtig fest wurde sie bei mir jedoch erst nach dem vollständigen abkühlen.

Seid Ihr neugierig geworden? Probiert es einfach mal aus, schmeckt himmlisch gut, ganz anders als man vielleicht im ersten Moment meint.








Mittwoch, 10. August 2016

Wenn Schmetterlinge Loopings fliegen


https://www.luebbe.de/bastei-luebbe/buecher/frauenromane/wenn-schmetterlinge-loopings-fliegen/id_3250140


"Wenn Schmetterlinge Loopings fliegen" von Petra Hülsmann
erschienen im Bastei Lübbe Verlag (2015)

Ich bin verliebt.... absolut toll geschrieben

Karo wohnt in Bochum und mit der Bachelor Urkunde in der Tasche macht sie sich auf zu ihrer ersten Praktikantenstelle in einen großen Unternehmen in Hamburg. Wohnen wird sie bei ihrer besten Freundin Saskia, die als Grundschullehrerin ebenfalls in Hamburg arbeitet. Da fällt der Abschied von Zuhause nur halb so schwer. Sie zieht zu Saskia, Nils und dem Finnen Pekka in eine WG. Als sie ihren ersten Arbeitstag antreten möchte stellt sich heraus, dass der Chef wegen Steuerhinterziehung gerade inhaftiert wurde. Das war es wohl mit dem ersten Schritt in Richtung Karrierefrau, sie steht da, ohne Job in einer fremden Stadt. 

Dann bekommt sie ein Vorstellungsgespräch beim Fußballverein Eintracht Hamburg. Sie bekommt den Job und freut sich darauf Erfahrungen in so einem großen Unternehmen sammeln zu können. Doch der Schrecken lässt nicht lange auf sich warten, denn ihre Aufgabe ist es, den Star des Vereins, Patrick Weidinger durch die Gegend zu chauffieren und ihn von seinen nächtlichen Club-Besuchen abzuhalten. Patrick ist absolut unfreundlich und unsympathisch. Das kann ja was werden...
Doch der erste Eindruck täuscht. Karo und Patrick freunden sich immer mehr an und plötzlich sind sie da, die Schmetterlinge. Sie flattern wild in ihrem Bauch umher, dabei will sich Karo doch gar nicht in einen Fußball-Promi verlieben. Das passt überhaupt nicht in die Planung. Sie versucht sich mit allen Mitteln (welche übrigens meist absolut witzig und peinlich sind) dagegen zu wehren.

Karo hat mich von Anfang an in die Geschichte reingerissen. Das Thema Fußball in einem Liebesroman war für mich neu, aber auch als Frau mit wenig Fußballinteresse absolut interessant zu lesen. Der Schauplatz "Unternehmen Fußballverein" ist eher nebensächlich, aber es ergaben sich lustige Szenen und ungewöhnliche Situationen. Egal wo, die Liebe ist überall (auch beim Fußball).
Die Protagonisten sind mir eigentlich allesamt irgendwie ans Herz gewachsen.
Der Schreibstil von Petra Hülsmann ist absolut toll, leicht und flüssig zu lesen. Ich wollte das Buch kaum aus der Hand legen. Man fiebert mit Karo mit und will unbedingt wissen, wann und ob sie und Patrick tatsächlich zusammen finden. Es gibt überhaupt keine Längen, jedes Kapitel, jeder Handlungsstrang ist interessant, witzig und/oder regt auch mal zum Nachdenken an . Manchmal möchte man einfach ins Buch springen und Karo kräftig schütteln, wenn sie mal wieder etwas total dummes getan hat.

Ob Fußball-Interessiert oder nicht, dieses Buch kann ich bedenkenlos jeder Frau ans Herz legen.

Mittwoch, 3. August 2016

Göttlich - verloren

Göttlich verloren
von Josephine Angelini 
erschienen als Taschenbuch 
im Oetinger-Taschenbuch Verlag (2014)
 
Zweiter Teil der Trilogie holt mich nicht ab
Die Geschichte um die Halbgöttin Helen geht weiter. Mit Dabei auch wieder die Familie Delos und Helens Freunde Claire, Matt & Zach. Neue Charaktere finden ihren Weg in die Geschichte - Götter, Halbgötter und andere Wesen.

In diesem Band geht es hauptsächlich um Helens Ausflüge in die Unterwelt und den Versuch die Furien zu befreien, damit der Blutfluch gebrochen wird. Bei diesen Ausflügen durch die Unterwelt trifft Helen auf Orion, ein weiterer Halbgott, der in Beziehung zu ihrer Mutter steht, und sie bei der Aufgabe unterstützen soll. Durch die Gemeinsamen Streifzüge und Erlebnisse kommen sie sich näher. Somit wären wir auch schon beim zweiten Thema. Die Dreiecksbeziehung Helen-Lucas-Orion. Diese wird thematisch immer wieder angerissen.

Die personale Erzählperspektive macht mich persönlich irgendwie wirr. Ich kann mich nicht so gut in die Geschichte bzw. die Protagonisten einfühlen und bleibe somit seit dem ersten Teil auch im zweiten Teil distanziert.
Zweites Manko als Leser war mein fehlendes Grundwissen im Bereich der Mythologie. Ich hänge immer irgendwie durch und habe auch beim Lesen keine Lust gleichzeitig zu recherchieren, wie alles zusammenhängt. Viele Fähigkeiten, die Verwandtschaftsverhältnisse und verschiedenen Häuser. Puh etwas anstrengend.

Das wichtigste was mir persönlich fehlt ist die intensivere Beschreibung der Gefühle der Protagonisten dadurch zieht sich der zweite Band für mich wie Kaugummi. Ich hatte zwischendrin gar keine richtige Lust weiterzulesen. Die Szenen in der Unterwelt waren, bis auf einige Ausnahmen, für mich eher unspektakulär, langwierig und langweilig. Ich hätte stattdessen gerne mehr erfahren über die anderen Charaktere und Handlungsorte, z.B. Daphne und Hector (bei Tantalus kurz angerissen) oder Castor und Pallas beim Konzil.

Genug gemeckert. Gefallen haben mir die beschriebenen Kampfszenen. Das Auftauchen neuer Wesen, die den Scions das Leben schwer machen. Die Handlung rund um Zach und Automedon hat mir auch gut gefallen sowie mein Lieblings Scion Hector (der leider etwas zu kurz kam. Ich hoffe auf den dritten Band). Der Showdown war gut gemacht und der Schluss macht mich auf jeden Fall neugierig auf den letzten Teil der Trilogie.